Die Vereinsgeschichte des SV Blau Weiß Menzingen

Am 31. März 1946 wurde im Gasthaus „Zum goldenen Lamm“ der Fußballverein F.V. Menzingen mit den Vereinsfarben Blau-Weiß gegründet. Als – Sportplatz -  stand damals das Gelände auf dem heute die Verwaltung und Fertigungshallen der Fa. ARGO-HYTOS GmbH stehen, zur Verfügung. Als Vereinslokal diente das Gasthaus zum goldenen Lamm.

1946 konnte leider noch nicht am offiziellen Spielbetrieb teilgenommen werden, da bei Gründung des Vereins die Punkte-Runde bereits im Gange war. Das 1. Verbandsspiel fand daher am 9. Februar 1947 gegen Oberöwisheim statt. 1954 entschloss sich die Vereinsführung unter Vorsitz von Walter Vetter zum Bau eines neuen Spielfeldes. Der ursprüngliche Sportplatz glich eher einer „Wiese“ und in den Wintermonaten einer „Sumpflandschaft“. Der Sportplatzbau gestaltete sich zu jener Zeit äußerst schwierig. Nur mit Hilfe der Amerikaner, die über entsprechende Maschinen und Gerätschaften verfügten, konnte das Vorhaben durchgezogen werden. Als „Drainage“ wurden mangels „Masse“ Ziegelbrocken verwendet, die mit Güterwagen der Nebenbahn von der Firma Bott in Gochsheim angeliefert und auf extra verlegten Gleisen mit Rollwagen in die per Spaten ausgegrabenen „Drainage-Schlitze“ gefüllt wurden.

1956 wurde mit dem Bau des Clubhauses mit Umkleideräumen und Duschanlagen begonnen. 1957 wurde der Sportplatz fertig gestellt und eingeweiht, 1958 konnte auch das Clubhaus seiner Bestimmung übergeben werden. 1960 wurde auf vielseitigen Wunsch während der Jahresversammlung beschlossen eine Turn- und Leichtathletikabteilung zu gründen. Das machte erforderlich, dass der Fußballverein „Blau-Weiß“ Menzingen umgetauft werden musste in den Sportverein „Blau-Weiß“ Menzingen. Auf dieser Jahresversammlung wurde auch schon über den Bau einer Turnhalle diskutiert. Unter anderem wurde in diesem Jahr auch die 1. Flutlichtanlage installiert. 1967 wurde unter der Regie von Vorstand Richard Burkhardt, der keine Risiken scheute, mit dem Bau der vereinseigenen Sporthalle begonnen. Dies war damals eine sehr große Herausforderung. Mit diesem Bau wurde auch die Erweiterung des Clubhauses durchgezogen. Hierbei hat sich auch Albert Schmidt (später Menzolit) und dessen Sohn Dieter Schmidt, der von 1970 bis 1972 und 1982 – 1984 als 1. Vorsitzender tätig war, um den Verein verdient gemacht. 1971 also nach 4 Jahren Bauzeit war die Sporthalle fertig gestellt und wurde im Rahmen des 25-jährigen Vereinsjubiläums ihrer Bestimmung übergeben.

1975 wurde mit dem Bau eines zweiten Spielfeldes begonnen.  Vorstand Kurt Becker nahm das Projekt mit Hochdruck in Angriff. Verbunden mit viel Eigenleistung konnte der neue Platz dann 1979 eingeweiht werden. Damit waren gleichzeitig die Voraussetzungen geschaffen das bisherige alte Spielfeld zu sanieren. 1986 wurde der neue Platz mit einer modernen Flutlichtanlage ausgestattet. Gleichzeitig begann die Sanierung bzw. der Neubau des Hauptspielfeldes. Auch dieses Vorhaben konnte unter Vorstand Heinz Förg nur mit viel Eigeninitiative durchgeführt werden.  Bereits Ende der 80er Jahre reiften Pläne für einen Clubhausneubau und man wollte die vereinseigene Halle aufgrund der gestiegenen Unterhaltskosten verkaufen. Das Projekt scheiterte, da sich die Stadt Kraichtal und der Verein nicht einigen konnten. Im Jahr 2000 war die Rede davon, dass sich die Firma ARGO-HYTOS GmbH erweitern will, was sich dann aber zerschlagen hat. Unmittelbar danach plante der Verein ein neues zeitgemäßes zweistöckiges Clubhaus mit neuen Umkleidekabinen und Sanitäranlagen anstelle des bereits vorhandenen in die Jahre gekommenen Clubhauses an der Nordseite der Sporthalle. Die bereits fertigen Pläne verschwinden wieder in der Schublade, nachdem die Firma ARGO-HYTOS GmbH nun doch ernsthaft Erweiterungsmöglichkeiten sucht.

Für den Verein ergab sich nun eine völlig neue Situation, da beide Sportplätze nunmehr genau um eine Spielhälfte in südlicher Richtung verlegt werden mussten.  Ende 2004 wurden die Pläne für ein neues Clubhaus mit Gemeinschaftseinrichtungen entworfen und abgesegnet. Im Juni 2005 erfolgte der erste Spatenstich. Im November 2005 erfolgte die Übergabe des neuen Rasenspielfeldes (Trainingsplatz) und bereits im März 2007 wurde die neue Sportgaststätte „Blau-Weiß“ mit Gemeinschaftseinrichtungen in Betrieb genommen. Derzeit stehen noch die Arbeiten für die gesamten Außenanlagen an. Nach derzeitigem Stand wurden über 20.000 Stunden Eigenleistungen erbracht und ein Investitionsvolumen von über einer halben Million Euro seitens des Vereins gestemmt. Man ist guter Dinge das komplett neue Sportgelände im Jahre 2009 feierlich einweihen zu können.